Browser-Erweiterungen: die unauffällige Gefahr (und wie man aufräumt)
Ein PDF-Konverter, ein Werbeblocker, ein Screenshot-Tool: Browser-Erweiterungen sind praktisch und mit einem Klick installiert. Doch eine Erweiterung kann alles lesen, was Sie anzeigen, auch Ihre E-Mails, Ihr E-Banking und die Passwörter, die Sie eintippen. Immer wieder werden schädliche Erweiterungen in den offiziellen Stores entdeckt, manchmal nachdem sie tausendfach installiert wurden.
Wie eine Erweiterung gefährlich wird
- Gefälschte Erweiterung: Sie imitiert ein bekanntes Werkzeug (Krypto-Wallet, Übersetzer, Werbeblocker).
- Übernahme: Eine seriöse, beliebte Erweiterung wird an einen neuen Besitzer verkauft, der bei einem Update Spionagecode einbaut.
- Übermässige Berechtigungen: «Alle Ihre Daten auf allen Websites lesen und ändern», obwohl sie das nicht braucht.
Anleitung: in 5 Minuten aufräumen
- Liste öffnen:
edge://extensionsin Edge,chrome://extensionsin Chrome oderabout:addonsin Firefox eingeben. - Entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen oder nicht mehr nutzen. Je weniger, desto besser.
- Prüfen Sie die Berechtigungen der verbleibenden Erweiterungen («Details»): Ein Notizblock braucht keinen Zugriff auf alle Websites.
- Prüfen Sie Herausgeber und neueste Bewertungen: Ein unbekannter Herausgeber oder neue Bewertungen, die Werbung oder Umleitungen melden, sind schlechte Zeichen.
- War eine verdächtige Erweiterung installiert: entfernen, die im Browser eingegebenen Passwörter von einem anderen Gerät aus ändern und den Computer untersuchen lassen.
Im Unternehmen: nicht mehr dem Zufall überlassen
Mit Microsoft Intune oder Gruppenrichtlinien kann das Unternehmen alle Erweiterungen ausser einer genehmigten Liste sperren (zum Beispiel den Passwortmanager und das Videokonferenz-Tool). Das ist einfach einzurichten und schliesst ein häufig genutztes Einfallstor.
- Eine Liste genehmigter Erweiterungen, freigegeben von der für die IT verantwortlichen Person.
- Der Browser immer aktuell (neu starten, wenn er es verlangt: oft ist es ein Sicherheitsupdate).
- Ein Passwortmanager für das Unternehmen statt im Browser gespeicherter Passwörter.
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